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DEHOGA startet Kampagne zum Erhalt der Minijobs

29.09.2026
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Der DEHOGA informiert mit der Plattform minijobs-erhalten.de über politische Änderungen bei Minijobs und fordert eine transparente Gesamtrechnung zu den Auswirkungen auf Beschäftigte und Betriebe.

Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband (DEHOGA Bundesverband) hat die bundesweite Kampagne „Minijobs erhalten!“ gestartet. Im Mittelpunkt steht die Mitmach-Plattform minijobs-erhalten.de. Diese informiert darüber, welche politischen Änderungen bei Minijobs geplant oder bereits beschlossen sind und welche Auswirkungen sie in ihrer Summe haben können.

Angaben zu Beschäftigten und Hinzuverdienst

Fast sieben Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in einem Minijob. Nach Darstellung des Verbands ist der Minijob für fast 95 Prozent dieser Personen ein Hinzuverdienst oder eine zusätzliche Beschäftigung. Dazu zählen Tätigkeiten neben einem Hauptberuf, dem Studium oder der Rente sowie Beschäftigungen, die zur persönlichen Lebenssituation passen.

Für 5,3 Prozent der Minijob-Beschäftigten kommt laut Daten der Minijobzentrale ein Wechsel in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung infrage. Für das Gastgewerbe sind Minijobs nach Einschätzung des DEHOGA besonders wichtig, um Arbeitszeiten am Abend, am Wochenende und bei Veranstaltungen abzudecken.

DEHOGA warnt vor steigenden Kosten

„Wer sich zum Minijob bekennt, muss ihn auch bezahlbar halten“, erklärt Daniel Reuner, Präsident des DEHOGA Brandenburg. Nach Angaben des Verbands könnten die diskutierten und teilweise bereits beschlossenen Änderungen in ihrer Summe zu einer faktischen Abschaffung der Minijobs führen. Danach könnten die Arbeitgeberabgaben für gewerbliche Minijobs von derzeit 31,17 auf 42,27 Prozent des Lohns steigen. Für Arbeitgeber im Gastgewerbe würde dies nach DEHOGA-Berechnungen voraussichtlich Mehrkosten von fast 72 Millionen Euro pro Jahr bedeuten.

Forderungen des Verbands

Der DEHOGA fordert die Politik auf, weitere Belastungen der Minijobs zu stoppen. Zu den Forderungen des Verbands gehören: Keine Pflegeversicherungsbeiträge, die Pauschsteuer bei zwei Prozent zu belassen, die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge auszusetzen und die Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung sowie die bestehende Besteuerung zu erhalten. Vor weiteren Entscheidungen brauche es eine transparente Gesamtrechnung.