100 Jahre Grüne Woche- Brandenburger Kulinarik & Innovation
Die Grüne Woche in Berlin feiert 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. Seit 34 Jahren ist die Brandenburg-Halle fester Bestandteil der weltweit größten Verbrauchermesse und präsentiert die kulinarische und wirtschaftliche Vielfalt des Landes Brandenburg. Wir stellen einige Produzenten vor.
Ein fester Bestandteil der Brandenburg-Halle ist der jährliche Gastronomenrundgang, der inzwischen bereits seit zwölf Jahren gemeinsam von pro agro e. V., den Industrie- und Handelskammern Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg, dem DEHOGA Brandenburg sowie der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH durchgeführt wird. Ziel ist es, Gastronominnen und Gastronomen frühzeitig mit regionalen Anbietern zu vernetzen, neue Produkte kennenzulernen und den direkten Austausch zu fördern. Der Rundgang steht exemplarisch für die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und den Dialog auf Augenhöhe zwischen Erzeugung und Gastronomie.
IHK Potsdam
Auch in diesem Jahr vereinen sich hier wieder über 250 Produzentinnen und Produzenten aus der Land- und Ernährungswirtschaft, dem ländlichen Tourismus und dem regionalen Handwerk. Neben Traditionsbetrieben gab es auch in diesem Jahr einige Newcomer, die mit ihren innovativen Produkten die kulinarische Vielfalt Brandenburgs erweitern.
Die folgenden vier Beispiele stehen stellvertretend für die Vielfalt der Ausstellerinnen und Aussteller in der Brandenburg-Halle. Der Gastronomenrundgang bietet auch im Jubiläumsjahr der Grünen Woche eine wertvolle Gelegenheit, regionale Produkte kennenzulernen, neue Impulse zu gewinnen und den Austausch zwischen Erzeugern und Gastronomie zu vertiefen.
Peaceful Delicious: Tempeh aus Brandenburg
Peaceful Delicious produziert in ihrer Manufaktur in Beeskow Bio-Tempeh, der auf einer jahrhundertealten indonesischen Fermentationstradition basiert. Ausgangspunkt war die Suche nach einer hochwertigen pflanzlichen Proteinquelle ohne künstliche Zusatzstoffe. Heute umfasst die Produktpalette Tempeh aus verschiedenen Hülsenfrüchten und mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.
Für die Gastronomie wird der Tempeh in verschiedenen Größen sowie als frische Tiefkühlware angeboten. Die handwerkliche Herstellung, die regionale Produktion und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen das Produkt besonders interessant für Restaurants, Kantinen und Gemeinschaftsverpflegung.
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Pralinen Art: Handwerkliche Schokoladenkunst aus Velten
Pralinen Art ist eine kleine Schokoladenmanufaktur in Velten, geführt von Cindy Welz. Auf nur 28 Quadratmetern entstehen hier handgefertigte Pralinen und Schokoladenspezialitäten – ohne Zusatzstoffe, Palmöl oder Geschmacksverstärker.
Jede Praline wird mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail gefertigt. Die Qualität der Produkte wurde 2025 mit dem German Chocolate Award ausgezeichnet. Pralinen Art steht beispielhaft für handwerkliche Confiseriekunst aus Brandenburg und für Genuss, der auf Transparenz und hochwertige Zutaten setzt.
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Omas Kalter Hund: Tradition bewahren, Perspektiven schaffen
Hinter Omas Kalter Hund (OKH) steht ein Modellprojekt, das traditionelle Rezepturen mit sozialem Engagement verbindet. Produziert wird in Michendorf, wo klassische Rezepte neu interpretiert werden. Ziel des Projekts ist es, Frauen ab Ende 50 den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und ihre Kompetenzen sichtbar zu machen.
Inzwischen arbeiten 14 Mitarbeiterinnen aktiv im Projekt mit. OKH steht für handwerkliche Herstellung in Brandenburg, für die Bewahrung kulinarischer Traditionen und für eine Stärkung lokaler Wertschöpfung.
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Hemme Milch: Bewährte Qualität aus der Uckermark
Hemme Milch ist ein traditionsreiches Familienunternehmen aus der Uckermark und seit vielen Jahren fester Bestandteil der Grünen Woche. Auf den Weiden der Region grasen die Kühe, deren Milch die Grundlage für die Produkte des Unternehmens bildet. Hemme Milch steht für transparente Produktionsprozesse, nachhaltige Landwirtschaft und einen verantwortungsvollen Umgang mit Tier und Umwelt.
Neben klassischen Milchprodukten wurde die Produktpalette in den vergangenen Jahren erweitert, um aktuellen Nachfragebedürfnissen gerecht zu werden. Neu vorgestellt wird unter anderem ein veganes Porridge auf Haferbasis, das servierfertig ist und sowohl kalt als auch warm verzehrt werden kann. Es zeigt, wie auch etablierte Hersteller ihre Sortimente weiterentwickeln, ohne ihre regionalen Wurzeln zu verlieren.
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