Historischer Fliesensaal Schloss Caputh
Der Fliesensaal im Schloss Caputh entstand im Auftrage des Königs Friedrich Wilhelm I. um 1720 und bietet mit seinen etwa 7 500 niederländischen Fayence-Fliesen ein historisches Beispiel für passive Gebäudekühlung: Der Raum bleibt auch bei hoher sommerlicher Hitze angenehm kühl – ein frühzeitiger, kluger Umgang mit klimatischen Anforderung in denkmalgeschützter Architektur.
Ausgangslage
Historisch als Sommerspeisesaal genutzt, spendet der Raum durch seine Lage im Souterrain des Schlosses, die kleinen Fenster und das Material eine natürliche Kühlung zur Abmilderung von Hitze nach Ausflügen und Aktivitäten im Freien. Heute hat der Saal durch steigende Sommertemperaturen erneut Bedeutung als klimafreundlicher Rückzugsort gewonnen.
Zielsetzung
Somit wirkt er als anschauliches Beispiel für klimaresilientes Bauen: Der Fliesensaal demonstriert, wie durch Materialwahl und Raumgestaltung Hitzeschutz auch ohne moderne Technik erreicht werden kann.
Fliesensaal im Schloss Caputh
Maßnahmen
Die Lage des Saales im Souterrain mit ungefähr 7500 Fayence-Fliesen speichert die Kühle im Raum und hält die Raumtemperatur stabil. Auch die Kreuzgewölbe des historischen Souterrains sorgen durch ihre Form für gute Luftzirkulation und effiziente Wärmeverteilung. Deshalb wird der Fliesensaal von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg als kühler Ort beworben.
Der Fliesensaal im Schloss Caputh zeigt eindrucksvoll, wie historische Architektur auf natürliche Weise an klimatische Anforderungen angepasst wurde – lange bevor moderne Technik existierte.
Kontakt
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG)
Petra Reichelt Schlossleiterin
schloss-caputh@spsg.de