Klimagerechter Bau und Betrieb des Museums Barberini
Das Museum Barberini in Potsdam verbindet klassizistisch-barocke Architektur mit zeitgemäßen Klimaanpassungsmaßnahmen. Durch die Wiedererrichtung und Eröffnung des Hauses im Jahr 2017 konnten schon beim Bau einige Klimaanpassungsmaßnahmen berücksichtigt werden.
Ausgangslage
Museen stehen durch die Herausforderungen der Klimakrise und die damit einhergehenden klimatischen Veränderungen vor der Aufgabe, Kunstwerke, Gebäude und Besuchenden gleichermaßen zu schützen. Gerade bei hohen Außentemperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es besonderer Maßnahmen, die sicherstellen, dass die konservatorisch notwendigen Bedingungen im Inneren aufrechterhalten und gleichzeitig der Energieverbrauch geringgehalten wird.
Museum Barberini in Potsdam
Museum Barberini
Zielsetzung
Ziel des Museums Barberini ist es, einen klimabewussten und zugleich besucherorientierten Museumsbetrieb zu gewährleisten. Einige der Maßnahmen dazu sind energieeffiziente Gebäudetechnik, nachhaltige Ausstellungsarchitektur und die Sensibilisierung aller Teams zu nachhaltigem Handeln.
Maßnahmen
- Klimagerechte Bauweise: Bereits beim Neubau des Museums (Bj. 2016) wurde darauf geachtet, dass die Wärmedämmungen von Wänden und Fenstern den höchsten Standards entsprechen. Das Klima- und Lüftungssystem entspricht neuesten Standards der Energieeffizienz.
- Fensterverdunkelung: Um Überhitzung zu vermeiden und empfindliche Kunstwerke zu schützen, sind die Fenster innen und außen mit Folien versehen und außerdem beschattet.
- Gezielte Energieeinsparungen: Energieeinsparungen werden u.a. durch die Nutzung von LED-Technik in der Ausstellungs- und Außenbeleuchtung oder durch den Verzicht auf Warmwasser in den WC-Räumen der Besucher:innen erreicht.
- Nachhaltige Ausstellungsarchitektur: Für die Architektur unserer Sonderausstellungen werden Bauten mehrfach verwendet oder anderen Einrichtungen zur Zweitverwertung zur Verfügung gestellt.
- Klimabewusste Verwaltung: In der Verwaltung arbeitet das Museum Barberini ausschließlich digital, es gibt keine Papierakten mehr. Durch die Vermeidung von bspw. Ausdrucken im Arbeitsalltag schont das Museum Ressourcen, ebenso wie durch den Verzicht auf Druckerzeugnisse. So hat das Museum bspw. gedruckte Veranstaltungsprogramme bereits vor einigen Jahren eingestellt.
- Konstanter Austausch zum Thema Nachhaltigkeit: Zum Thema Nachhaltigkeit ist das Museum regelmäßig im Austausch mit dem Deutschen Museumsbund, dessen Leitlinien eine gute Orientierung geben. Zudem ist das Museum national und international mit anderen Museen und Forschungseinrichtungen im ständigen Austausch, ebenso wie mit den verschiedenen Potsdamer Instituten wie dem PIK oder dem RIFS.
Herausforderungen
Das Museum Barberini prüft laufend Prozesse und Instrumente, um negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt zu reduzieren. Die systematische Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in allen Abteilungen am Haus ist eine der kommenden Aufgaben.
Fazit
Das Museum Barberini schafft es, Kunstgenuss mit Klimaschutz zu verbinden. Die Maßnahmen ermöglichen einen ressourcenschonenden Betrieb und verbessern zugleich das Besuchserlebnis bei extremen Wetterlagen.
Kontakt
Museen der Hasso Plattner Foundation gGmbH
Museum Barberini
info@museum-barberini.de