Marktforschung
Destinationsmanagement

Studie: Gastronomieangebot in Destinationen schrumpft

18.04.2024
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Ein gutes Gastronomieangebot ist ein zentraler Erfolgsfaktor einer touristischen Destination. Das Angebot geht jedoch deutlich zurück. Es entstehen insbesondere in der Hauptsaison Engpässe. Ein Rückgang von Beherbergungsbetrieben mit Restaurantbetrieb, verkürzte Öffnungszeiten und Personalmangel sind die Gründe - mit negativen Folgen für Gäste und Einheimische. Auch die Nachfrage verändert sich.

Die Top 5 Gründe für den Rückgang des Gastronomieangebotes

  • Mangel an Mitarbeitenden und Engpässe beim Personal (94 Prozent)
  • Keine Betriebsnachfolge (71 Prozent)
  • Hohe Mieten und Betriebskosten (47 Prozent)
  • Angepasste Öffnungszeiten und Ruhetage (37 Prozent)
  • Bürokratische Auflagen und Einschränkungen (36 Prozent) 

Auswirkungen auf die Destination

Die Abnahme des gastronomischen Angebots betrifft nicht nur Urlauber, zeigen die Umfrageergebnisse, sondern auch Einheimische. Es wirkt sich somit auch negativ auf die Lebensqualität aus.

Anknüpfungspunkte für Destinationsmanagement

Verantwortliche in Urlaubsregionen können laut der Studie mit folgenden Instrumenten gegensteuern:

  • Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Leadership, Mitarbeiterführung, Marketing, Pricing, Betriebsnachfolge) speziell auch für Gastronomiebetriebe
  • Kooperationen und Partnerschaften mit Organisationen wie Wirtschaftskammer, IHK, DEHOGA u.ä. in Bezug auf Schulungen, Netzwerkbildung und Unterstützung im Employer Branding für die Mitarbeitergewinnung
  • Anregen eines Leerstandmanagements in Richtung Gemeinden, um leerstehende Immobilien besser zu nutzen und Anreize für potenzielle Gastronomen/Mieter zu geben. Ggf. auch ergänzend Pop-Up Konzepte, SB-Konzepte und Automaten
  • Koordination der Öffnungstage/Schließtage in der Destination / Gastro-Kalender
  • Schaffen von Plattformen für Stellenausschreibungen
  • Aufzeigen der aktuellen Gastronomie-Situation in der Destination (Fakten-Check), Durchführen von Gastro-Fitness-Checks in der Destination, Anregen von Gastronomie-Masterplänen für die Destination, stärkere Integration der Gastronomie in Destinationsstrategien.
Gut Essen im Spreewald- gefüllter Teller im Restaurant
Quelle:

TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Malte Jäger