Nachhaltigkeit

Woche 3: Naturtourismus

10.02.2026
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Wie Sie Ihren Naturtourismus vor Extremwetter schützen – Starkregen, Gewitter & Sturm sicher begegnen

Liebe Anbieterinnen und Anbieter im Natur- und Aktivtourismus,

Starkregen, schwere Gewitter und Stürme treten in Brandenburg inzwischen häufiger und intensiver auf als je zuvor. Was früher selten vorkam, passiert heute mehrmals pro Saison – mit ernsten Folgen: Wege werden unterspült, Stege rutschen ab, Waldbereiche werden gesperrt, Äste brechen unvermittelt herab und Besuchende geraten in Situationen, in denen sie kaum Schutz finden. Viele dieser Ereignisse entwickeln sich binnen Minuten – oft schneller, als Gäste oder Mitarbeitende angemessen reagieren können.

Wer sich rechtzeitig vorbereitet, kann Risiken deutlich reduzieren und gleichzeitig das Sicherheitsgefühl der Gäste stärken.

Unsere neue Lerneinheit zeigt Ihnen praxisnah, auf welche Gefahren Sie sich einstellen sollten und wie Sie Ihre Wege, Besucherbereiche und Naturerlebnispunkte gezielt auf Extremwetter vorbereiten können. 

Lernvideo: Extremwetter im Naturtourismus

Lernvideo: Extremwetter im Naturtourismus

Umgang mit Extremwetterereignissen im Naturtourismus

In diesem Video geht es um die Folgen zunehmender Extremwettereignisse für den Naturtourismus in Brandenburg. Starkregen, schwere Gewitter und Stürme treten in Brandenburg inzwischen häufiger und intensiver auf als je zuvor. Und sie bergen Gefahren. Das Video zeigt, welche Herausforderungen Extremwetterereignisse für den Naturtourismus mit sich bringen. 

Reflexion: Wo steht Ihr Betrieb?

Wo befindet sich Ihre Einrichtung oder Ihr Wegesystem?

  • Wie gut fließen Wassermassen bei Starkregen auf Ihren Wegen ab?
  • Gibt es kritische Hanglagen oder Passagen, die zu Rutschungen oder Unterspülungen neigen?
  • Wo finden Gäste Schutz, wenn Gewitter überraschend aufziehen?
  • Sind Rettungspunkte, Evakuierungswege und Verantwortlichkeiten klar definiert?

Solche Fragen machen sichtbar, wo Ihr Angebot anfällig ist und wo Sie mit gezielten Maßnahmen die Sicherheit erheblich steigern können.

Drei zentrale Handlungsfelder

1. Starkregen- und Überflutungsschutz

Starkregenereignisse mit extremen Niederschlagsmengen überlasten Wege, Gräben und natürliche Abflussstrukturen sehr schnell. Verdichtete Böden, enge Trassen oder fehlende Versickerungsflächen verstärken das Risiko von Erosion und Unterspülungen.
Mit einem professionellen Wegemanagement lassen sich Schäden verhindern: wasser­durchlässige Beläge, seitliche Entwässerungsmulden, regelmäßige Kontrolle kritischer Punkte sowie natürliche Versickerungsflächen reduzieren die Gefahr deutlich. Auch alternative Wegführungen oder temporäre Sperrungen können notwendig werden, um Gäste zu schützen.

2. Gewitter- und Sturmsicherheit

Naturtouristische Räume bieten oft wenig Schutz. Besonders gefährlich sind geschädigte Bäume, Äste in Trockenphasen und offene Landschaftsbereiche. Umso wichtiger sind klar erkennbare Rettungspunkte, ausgewiesene sichere Aufenthaltsräume und regelmäßige Baumkontrollen. Lose Schilder, Sitzmöbel oder Infotafeln müssen sturmsicher befestigt sein. Gäste sollten wissen, wohin sie im Ernstfall gehen müssen – denn Gewitter entwickeln sich heute oft schneller und intensiver als früher.
Ein bewährtes Element sind zudem WarnWetter-Apps und digitale Besucherinformationen, die kurzfristig auf Gewitterfronten, Windböen oder Starkregen hinweisen.

Infografik: Extremwetter im Naturtourismus
Podcast: Klimaanpassung im Naturtourismus

Neu: Der Podcast zur Klimaanpassung im Natur- & Aktivtourismus

Klimaanpassung im Natur- und Aktivtourismus

In dieser Woche erscheint die Podcastfolge „Klimaanpassung im Natur- und Aktivtourismus“. Sie hören darin praxisnahe Beispiele, Einschätzungen aus Ranger-Teams und Wegeexpertinnen und -experten sowie konkrete Ansätze, wie Betriebe und Naturparke Extremwetter, Hitze und Naturgefahren wirksam begegnen können. Der Podcast ist KI-generiert, ideal für unterwegs und vertieft die Inhalte.

Nächste Schritte

Ihre nächsten Schritte

Vertiefen Sie die Inhalte der Lerneinheit und übertragen Sie die gewonnenen Erkenntnisse auf die Abläufe und Besonderheiten Ihres eigenen Betriebs. So entwickeln Sie Schritt für Schritt einen klaren, praxisnahen Handlungsrahmen.

Ausblick

Nächste Woche widmen wir uns einem zentralen Thema: Die eigene Betroffenheit einschätzen – Standortfaktoren & Risikoanalyse. Dazu findet ein Webinar am 24. Februar statt.

Chatbot KLARA

Fragen zur Klimaanpassung? KLARA gibt Antworten

KLARA ist Ihre Ratgeberin für Klimaanpassung und Risiken im Tourismus. Stellen Sie dem Chatbot eine Frage! Sie steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung, beantwortet individuelle Fragen und führt Sie direkt zu passenden Lösungen.