Nachhaltigkeit

Woche 5: Naturtourismus

25.02.2026
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Wie Sie Ihre Naturtourismus-Infrastruktur klimafit machen – praktische Tipps für Wege, Gebäude & Naturflächen

Liebe Anbieterinnen und Anbieter im Natur- und Aktivtourismus,

immer deutlicher wird, wie verletzlich Naturerlebnisräume gegenüber Klimaveränderungen sind. Hitze, Starkregen, Trockenheit und Stürme betreffen nicht nur Gäste, sondern auch Wege, Gebäude, Vegetation und die gesamte Besucherinfrastruktur. Wer jetzt handelt, kann Schäden verhindern, Erlebnisqualität steigern und langfristig Kosten sparen.

In Brandenburg wird sich die Zahl der Hitzetage über 30 °C bis 2050 nahezu verdoppeln. Gleichzeitig nehmen Starkregenereignisse und Gewitter deutlich zu. Für naturtouristische Angebote bedeutet das: Wanderwege, Rastplätze, Aussichtspunkte, Stege, Besucherzentren und Naturflächen müssen künftig mehr aushalten als je zuvor.

Unsere neue Lerneinheit zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Infrastruktur auf diese Veränderungen vorbereiten  mit praxisnahen, sofort umsetzbaren Lösungen aus dem Leitfaden Naturtourismus. Von schattigen Wegen über wasserdurchlässige Beläge bis hin zu klimaangepasster Vegetation – kleine Schritte mit großer Wirkung.

Lernvideo: Klimaanpassung der Naturtourismus-Infrastruktur

Lernvideo: Klimaanpassung der Naturtourismus-Infrastruktur

Wie Sie Ihre Naturtourismus-Infrastruktur klimafit machen

Unsere neue Lerneinheit zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Infrastruktur auf diese Veränderungen vorbereiten  mit praxisnahen, sofort umsetzbaren Lösungen aus dem Leitfaden Naturtourismus. Von schattigen Wegen über wasserdurchlässige Beläge bis hin zu klimaangepasster Vegetation – kleine Schritte mit großer Wirkung. 

Wo steht Ihr Naturtourismusangebot?

Wo steht Ihr Naturtourismusangebot?

  • Wie schnell heizen sich Ihre Wege, Plätze oder Besucherbereiche an heißen Tagen auf?
  • Gab es bereits Starkregenereignisse, die Abschnitte unpassierbar oder rutschig gemacht haben?
  • Wie oft mussten Sie in Trockenperioden Wege sperren, Böden stabilisieren oder Vegetation ersetzen?

Diese Situationen zeigen, wo Ihre Infrastruktur besonders unter Druck steht und wo schon einfache Anpassungen große Wirkung erzielen können.

 

Drei zentrale Handlungsfelder

1. Hitzeschutz für Wege, Gebäude & Aufenthaltsbereiche

Steigende Temperaturen belasten besonders offene Wege, unbeschattete Rastplätze und Besucherzentren. Ohne Verschattung oder Begrünung werden Flächen schnell über 35 °C heiß – eine Belastung für Gäste und Mitarbeitende.

Mit standortangepassten, hitzeresistenten Baumarten (z. B. Spitzahorn, Mehlbeere, Traubeneiche), temporären Beschattungen oder Dach- und Fassadenbegrünungen lassen sich Temperaturen deutlich senken.

Querlüftungen und einfache Ventilationssysteme in Besucherzentren verhindern zudem Überhitzung von Innenräumen und technischer Infrastruktur. Damit bleibt das Naturerlebnis auch an Hitzetagen angenehm und sicher.

2. Wassermanagement in Trocken- und Hitzeperioden

Längere Dürrephasen, sinkende Wasserstände und hohe Temperaturen setzen Naturflächen stark unter Druck. Wassersparmaßnahmen wie Durchflussbegrenzer, wasserlose Sanitärtechnologien oder Regenwassernutzung machen Ihren Betrieb unabhängiger und stabiler.

Wichtig für Naturflächen: hitzetolerante, standortangepasste Vegetation, die Böden stabilisiert, Schatten spendet und weniger Bewässerung benötigt. In besonders trockenen Bereichen können angepasste Bewässerungszeiten und sparsame Systeme Böden entlasten und Wege funktionsfähig halten.

Infografik Vegetation Naturtourismus
Inspiration
Selbst-Check

Weitere Unterstützung gefällig? 

Selbst-Check: Jetzt eigene Potenziale entdecken!

Wenn Sie herausfinden möchten, wo Ihr Betrieb aktuell steht und welche Maßnahmen für Sie am wichtigsten sind, nutzen Sie unseren Self-Check zur Klimaanpassung. Er zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie gut Ihr Betrieb bereits vorbereitet ist und wo noch Potenzial liegt.

Chatbot KLARA

Chatbot KLARA: Antworten zur Klimaanpassung

Außerdem steht Ihnen unser Chatbot KLARA als Ratgeberin zur Klimaanpassung rund um die Uhr zur Seite: Er beantwortet Ihre Fragen, hilft bei der Einordnung der Inhalte und führt Sie direkt zu den passenden Tipps.

Nächste Schritte

Ausblick

Nächste Woche geht es um ein Thema, das im Ernstfall entscheidend ist: Krisenkommunikation im Naturtourismus – wie Sie Gäste bei Extremwetter richtig informieren und schützen.

Bleiben Sie dran!