Nachhaltigkeit

Woche 6 Naturtourismus

10.03.2026
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Krisenkommunikation im Naturtourismus – so reagieren Sie im Ernstfall richtig

Liebe Anbieterinnen und Anbieter im Natur- und Aktivtourismus,

ein Gewitter zieht schneller auf als angekündigt, Starkregen setzt Wege unter Wasser oder Sturm lässt Äste gefährlich brechen – solche Situationen treffen naturtouristische Angebote oft unvermittelt und bringen große Verantwortung mit sich. Für Gäste sind Wanderwege, Aussichtspunkte oder Besucherzentren in diesen Momenten nicht nur Orte der Erholung, sondern auch Schutzräume. Wie gut Sie kommunizieren, entscheidet darüber, ob sich Menschen sicher fühlen und ob ein Vorfall geordnet abläuft.

Unsere neue Lerneinheit zeigt Ihnen, wie Sie professionell, klar und vertrauensbildend kommunizieren, wenn Wetterlagen kippen oder akute Gefahren auftreten.

Lernvideo: Krisenkommunikation im Natur- und Aktivtourismus

Lernvideo: Krisenkommunikation im Natur- und Aktivtourismus

Krisenkommunikation im Naturtourismus

Unsere neue Lerneinheit zeigt Ihnen, wie Sie professionell, klar und vertrauensbildend kommunizieren, wenn Wetterlagen kippen oder akute Gefahren auftreten. 

Reflexion: Wie gut sind Sie vorbereitet?

Wie gut sind Sie vorbereitet?

Stellen Sie sich folgende Fragen. Sie zeigen, wo Sie stehen:

  • Gibt es definierte Zuständigkeiten für Notfälle und wissen Rangerinnen und RangerGästeführende und Teammitglieder, wer was entscheidet?
  • Wie schnell erreichen Sie Gäste auf Wegen oder in der Fläche? Per App, Hinweistafel, QR-Code, Push-Nachricht oder durch das Besucherzentrum?
  • Haben Sie einen einfachen, verständlichen Ablaufplan für Gewitter, Starkregen, Wegesperrungen oder Evakuierungen?
  • Wissen Gäste und Team, wo sichere Aufenthaltsorte liegen oder müssten sie diese erst suchen?

Wenn Sie bei einer dieser Fragen zögern, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Ihre Krisenkommunikation zu stärken, bevor es ernst wird.

 

Drei zentrale Handlungsfelder der Krisenkommunikation

1. Vorbereitung: Strukturen schaffen, bevor etwas passiert

Effektive Krisenkommunikation beginnt lange vor dem Ernstfall. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, damit im Notfall sofort klar ist, wer informiert, entscheidet und führt. Vorbereitete Abläufe – etwa Checklisten für Gewitter, Starkregen, Sturm oder kurzfristige Wegesperrungen – geben Orientierung und verhindern hektisches Handeln. Auch sichere Orte wie Schutzhütten, Besucherzentren oder markierte Rettungspunkte müssen im Voraus festgelegt und erkennbar sein. Wichtig ist zudem, mehrere Kommunikationswege zu kombinieren: analoge Hinweise entlang der Wege, digitale Warnhinweise, Besucherzähler oder App-basierte Infosysteme. Gute Vorbereitung verhindert Chaos und schafft Sicherheit.

2. Kommunikation im Ernstfall: klar, ruhig, schnell

Wenn ein Extremwetterereignis eintritt, zählt jede Minute. Ihre Kommunikation sollte:

  • sachlich und ruhig sein,
  • konkrete Handlungsanweisungen geben (→ „Bitte verlassen Sie den Wegabschnitt … und begeben Sie sich zur nächsten Schutzhütte.“),
  • frühzeitig erfolgen – lieber früh warnen als spät entwarnen,
  • kurz, verständlich und barrierearm formuliert sein,
  • wiederholt werden, damit alle sie hören bzw. lesen

So stellen Sie sicher, dass sich Gäste sicher fühlen und wissen, wohin sie sich bewegen sollen.

3. Nachbereitung: Vertrauen sichern & lernen

Nach einem Vorfall kommunizieren Sie offen, was passiert ist und welche Bereiche betroffen waren. Geben Sie eine klare Entwarnung, sobald alles wieder sicher ist. Holen Sie Feedback von Team und Gästen ein, um zu erkennen, wo Ihre Prozesse gut funktionieren und wo sie verbessert werden müssen. Aktualisieren Sie anschließend Ihre Abläufe. Eine professionelle Aufarbeitung stärkt das Vertrauen Ihrer Besucherinnen und Besucher und macht Ihre Organisation langfristig widerstandsfähiger.

Infografik: Krisenkommunikation Naturtourismus
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Nächste Schritte

Ausblick

Nächste Woche widmen wir uns einem Thema, das alles zusammenführt: Wie Kooperationen & Netzwerke Ihren Naturtourismus widerstandsfähiger machen. 

Bleiben Sie dran!