Nachhaltigkeit

Woche 5: Wassertourismus

03.03.2026
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Wie Sie Ihre Außenanlagen klimafit machen – praktische Tipps für Stege, Anlagen & Uferbereiche

Liebe Anbieterinnen und Anbieter im Wassertourismus,

Hitze, Starkregen und Algenblüten – was früher Ausnahmesituationen waren, gehört inzwischen zum Alltag vieler Betriebe im Wassertourismus. Die Klimaveränderungen treffen Häfen, Marinas und Fahrgastschifffahrt besonders direkt: Stege überhitzen, Wasserstände schwanken, Verkrautung nimmt zu. Wer jetzt handelt, kann Schäden vermeiden, Betriebsausfälle reduzieren – und gleichzeitig Komfort und Sicherheit für Gäste erhöhen.

In Brandenburg wird sich die Zahl der Hitzetage über 30 °C bis 2050 nahezu verdoppeln. Gleichzeitig werden Extremwetter und Niedrigwasser zunehmen. Für Hafenanlagen, Charterbetriebe und Fahrgastschifffahrt heißt das: Uferzonen, Steganlagen, Sanitär- und Versorgungseinrichtungen müssen künftig robuster, hitzebeständiger und besser geschützt sein.

Unsere neue Lerneinheit zeigt, wie Sie Ihre Anlagen gezielt auf diese Herausforderungen vorbereiten können – mit praxisnahen Lösungen und guten Beispielen aus Brandenburg.
Von hitzeschützender Begrünung über wassersparende Sanitärtechnik bis hin zu sturmresistenten Steganlagen – kleine Schritte mit großer Wirkung.

Lernvideo: Klimaanpassung der Infrastruktur im Wassertourismus

Lernvideo: Klimaanpassung der Infrastruktur im Wassertourismus

Wie Sie Ihre Außenanlagen des Wassertourismus klimafit machen

Unsere neue Lerneinheit zeigt, wie Sie Ihre Anlagen für den Wassertourismus gezielt auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereiten können – mit praxisnahen Lösungen und guten Beispielen aus Brandenburg. Von hitzeschützender Begrünung über wassersparende Sanitärtechnik bis hin zu sturmresistenten Steganlagen – kleine Schritte mit großer Wirkung.

Reflexion: Wo steht Ihr Betrieb?

Wo steht Ihr Betrieb?

Wie sehr heizen sich Ihre Außen- und Sanitärbereiche an heißen Tagen auf?
Gab es schon Situationen, in denen Starkregen Ihre Anlegestellen überflutet hat?
Wie oft mussten Sie bei Algenblüten oder Niedrigwasser den Betrieb einschränken?
Diese Fragen helfen Ihnen einzuschätzen, wo Ihre Infrastruktur besonders verwundbar ist und wo gezielte Anpassungsmaßnahmen am meisten bewirken.

 

Drei zentrale Handlungsfelder

1. Hitzeschutz der Anlagen

Steganlagen, Hafenflächen und Sanitärbereiche sind oft ungeschützt der Sonne ausgesetzt. Bei über 30 °C erwärmen sich Oberflächen auf bis zu 60 °C – unangenehm für Gäste und belastend für Materialien. Verschattungselemente, helle Beläge, Sonnensegel und gute Belüftung schaffen Abhilfe. In Gebäuden helfen Dachbegrünungen, reflektierende Farben und Querlüftung, um Temperaturspitzen abzufangen und die technische Infrastruktur zu schützen.

2. Wassermanagement und Niedrigwasseranpassung

Trockenphasen und sinkende Pegelstände führen zu Wasserknappheit und eingeschränkter Befahrbarkeit. Ein effizientes Wassermanagement reduziert Verbrauch und Betriebskosten: Durchflussbegrenzer, Regenwassernutzung, wassersparende Sanitäreinrichtungen oder Trockentoiletten sind bewährte Lösungen. Für den Fahrgast- und Charterbetrieb gilt: Boote mit geringem Tiefgang einsetzen und auf aktuelle Pegel- und Algeninformationen (z. B. über ELWISgo oder die Badestellenkarte Brandenburg) hinweisen. So bleibt der Betrieb flexibel und sicher.

Infografik: klimaangepasste Vegetation im Wassertourismus
Selbst-Check

Weitere Unterstützung gefällig? 

Selbst-Check: Jetzt eigene Potenziale entdecken!

Wenn Sie herausfinden möchten, wo Ihr Betrieb aktuell steht und welche Maßnahmen für Sie am wichtigsten sind, nutzen Sie unseren Self-Check zur Klimaanpassung. Er zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie gut Ihr Betrieb bereits vorbereitet ist und wo noch Potenzial liegt.

Chatbot KLARA

Chatbot KLARA: Antworten zur Klimaanpassung

Außerdem steht Ihnen unser Chatbot KLARA als Ratgeberin zur Klimaanpassung rund um die Uhr zur Seite: Er beantwortet Ihre Fragen, hilft bei der Einordnung der Inhalte und führt Sie direkt zu den passenden Tipps.

Nächste Schritte

Ausblick

In der nächsten Woche geht es um ein Thema, das im Ernstfall entscheidend ist:
Krisenkommunikation im Wassertourismus – wie Sie bei Extremwetter richtig reagieren und informieren.

Bleiben Sie dran!