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Wandermarkierung: Klebeplaketten fachgerecht einsetzen

18.09.2026
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Gut sichtbare, einheitliche und gepflegte Markierungen sind eine Grundvoraussetzung für attraktive Wanderwege. In Brandenburg können neben klassischen Farbmarkierungen auch Klebemarkierungen eingesetzt werden, wenn rechtliche Vorgaben, fachliche Standards und der Schutz von Baum und Natur beachtet werden.

Wanderwege leben von Orientierung. Für Gäste, Tagesausflüglerinnen und Tagesausflügler entscheidet eine verlässliche Markierung oft darüber, ob eine Tour als angenehm, sicher und professionell wahrgenommen wird. Gleichzeitig hat gute Wandermarkierung eine wichtige Lenkungsfunktion: Sie führt Menschen zuverlässig auf den vorgesehenen Wegen, entlastet sensible Naturräume und unterstützt die Qualität touristischer Wanderangebote.

Foto von Klebemarkierung Wanderweg
Quelle:

Tourismusverband Dahme-Seenland e.V.

In Brandenburg wird vielerorts mit klassischen Farbmarkierungen, Markierungsplaketten, Wegweisern oder Pfosten gearbeitet. Eine zusätzliche, praxistaugliche Möglichkeit sind Klebemarkierungen auf Trägerplaketten, zum Beispiel auf dünnem, eloxiertem Aluminium. Sie können schnell, sauber und ohne Nägel angebracht werden und sind besonders dort interessant, wo vorhandene Markierungen ersetzt, ergänzt oder Wegeführungen angepasst werden sollen. 

In § 15 Abs. 6 des Landeswaldgesetzes Brandenburg ist die Markierung von Wegearten geregelt. Das Gesetz schreibt nicht vor, mit welchem Material oder welcher Technik eine Markierung erfolgen muss. Damit ist der Einsatz von Klebemarkierungen grundsätzlich möglich.

Das Netzwerk Natur-Aktiv haben diese Form der Markierung gemeinsam in der Praxis betrachtet und erprobt. Das Ergebnis: Klebemarkierungen können in ganz Brandenburg einsetzbar sein, wenn sie fachgerecht vorbereitet, mit geeigneten Materialien angebracht und regelmäßig kontrolliert werden.

Klebemarkierungen: wann und wo?

Klebemarkierungen eignen sich vor allem für Situationen, in denen Markierungen schnell, sauber und ohne mechanische Verletzung des Baumes angebracht werden sollen. Sie können eine gute Alternative oder Ergänzung zu aufgemalten Markierungen sein, wenn die Materialien sorgfältig gewählt und die Markierungsstellen regelmäßig kontrolliert werden.

  • Ergänzung oder Ersatz vorhandener Markierungen
  • Wege mit häufigeren Anpassungen oder Optimierungen
  • sensible Standorte, an denen Nägel oder Schrauben vermieden werden sollen
  • temporäre oder perspektivisch überprüfbare Wegeführungen
  • saubere Darstellung von Logos, Symbolen, Richtungspfeilen oder Themenwegen

Wichtig bleibt: Klebemarkierungen ersetzen nicht die fachliche Wegeplanung. Sie sind ein Werkzeug der Besucherlenkung und müssen in ein abgestimmtes Markierungssystem eingebettet sein.

  • Schnelle und saubere Anbringung
    Klebemarkierungen lassen sich mit wenig Werkzeug anbringen. Es entstehen keine Farbreste, kein Tropfen, kein Übermalen und kein Bohren oder Nageln.
  • Präzises Erscheinungsbild
    Logos, Pfeile, Wegezeichen oder Farbcodes können exakt gedruckt werden. Das ist insbesondere bei Themenwegen oder regionalen Markenauftritten ein Vorteil.
  • Schonung der Baumrinde
    Bei fachgerechter Anwendung wird die Rinde nicht durch Nägel, Schrauben oder Einkerbungen verletzt. Auch Farbe wird nicht direkt auf die Baumrinde aufgetragen.
  • Flexibilität bei Änderungen
    Wenn sich eine Wegeführung ändert, können Plaketten in vielen Fällen entfernt werden. Das ist oft sauberer als das Übermalen alter Farbmarkierungen.
  • Gute Lösung für schwierige Standorte
    An Stellen, an denen Pfosten nicht sinnvoll sind oder Farbe schlecht erkennbar wäre, können Plaketten eine praktikable Ergänzung sein.
  • Witterung und Alterung
    Frost, Hitze und Nässe beanspruchen Kleber und Trägermaterial. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen auch hier notwendig.
  • Untergrundabhängigkeit
    Auf stark rauer, loser, feuchter oder moosiger Rinde kann die Haftung eingeschränkt sein. Die Klebestelle muss deshalb sorgfältig vorbereitet werden.
  • Vandalismus und Entfernung
    Plaketten können leichter entfernt werden als aufgemalte Zeichen. Auf besonders stark frequentierten Wegen sollte dies bei der Wahl des Markierungssystems berücksichtigt werden.
  • Umweltaspekte
    problematisch könnte es werden, wenn sich Folien oder Träger zersetzen oder ablösen. Deshalb sollten möglichst langlebige, recyclingfähige oder naturverträgliche Trägermaterialien verwendet werden.
  • Kontrollaufwand
    Wanderwegemarkierungen benötigen generell ein konsequentes Wege- und Qualitätsmanagement. Eine Markierung ist nur dann gut, wenn sie dauerhaft sichtbar, vollständig und richtig platziert ist.

So wird die Klebeplakette fachgerecht angebracht

  1. Video: Aluplakette richtig bekleben
  2. Video: Markierung am Baum anbringen
     
Quelle:

Tourismusverband Dahme-Seenland e.V.

Klebemarkierung aufbringen

Quelle:

Tourismusverband Dahme-Seenland e.V.

Klebemarkierung befestigen