Nachhaltigkeit

Woche 2: Gastgewerbe

30.01.2026
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Wie Sie Ihren Betrieb hitzefest machen – praktische Tipps für Räume, Außenbereiche & Betriebsabläufe

Liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

der Sommer bringt längst nicht mehr nur Leichtigkeit und warme Tage. In vielen Beherbergungsbetrieben und Gastronomien steigen die Temperaturen inzwischen auf Werte, die Gäste, Mitarbeitende und Abläufe gleichermaßen belasten. Zimmer überhitzen, Küchenbereiche werden extrem warm, Außenflächen trocknen aus, Wasserverbrauch und Energiekosten steigen. Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht: Hitzewellen sind keine Ausnahme mehr – sie werden zur Regel.

Warum gerade Beherbergungsbetriebe & Gastronomie besonders betroffen sind

  • Viele Gäste gehören zu hitzeempfindlichen Gruppen (z. B. Seniorinnen und Senioren, Familien, (Menschen mit Vorerkrankungen)).
  • Innenräume, vor allem schlecht gedämmte Gästezimmer, Küchen oder Veranstaltungsräume, heizen sich schnell auf.
  • Außenbereiche wie Terrassen, Biergärten oder Wege verlieren ohne Beschattung massiv an Aufenthaltsqualität.
  • Mitarbeitende in Service und Küche sind besonders belastet – ergonomisch und gesundheitlich.
  • Wasserverbrauch und Energieaufwand steigen deutlich.
Lernvideo: Umgang mit Hitzefolgen im Gastgewerbe

Lernvideo: Umgang mit Hitzefolgen im Gastgewerbe

Klimafolgen - Umgang mit Hitze im Gastgewerbe in Brandenburg

In diesem Video geht es um die Auswirkungen zunehmender Hitze auf Hotels und Gastronomiebetriebe in Brandenburg. Steigende Hitzetage und Tropennächte belasten Gästezimmer, Gasträume, Küchen und Außenbereiche. Das Video zeigt, welche gesundheitlichen, betrieblichen und wirtschaftlichen Risiken entstehen und warum sich Betriebe frühzeitig auf anhaltende Hitze vorbereiten sollten.

Reflexion: Wo steht Ihr Betrieb heute?

Wo steht Ihr Betrieb heute?

Überlegen Sie kurz:

  • Wie stark erhitzen sich Zimmer, Gasträume oder Küchen an heißen Tagen?
  • Gibt es ausreichend Schatten auf Terrassen, Wegen und an Sitzplätzen?
  • Steigt Ihr Wasserverbrauch im Sommer deutlich z. B. für Bewässerung, Sanitärbereiche oder Kühlung?
  • Wissen Gäste und Mitarbeitende, wie sie sich bei Hitze richtig verhalten?
  • Sind hitzeempfindliche Gästegruppen (Ältere, Kinder, Gesundheitsgäste) gut geschützt?

Diese Fragen helfen, die eigene Ausgangslage einzuschätzen und zeigen, wo kleine Veränderungen große Wirkung haben können.

Drei zentrale Handlungsfelder für Hotels & Gastronomie

1. Hitzeschutz in Gebäuden & Außenflächen

Damit Innenräume auch an heißen Tagen angenehm bleiben, helfen vor allem außenliegender Sonnenschutz, helle Fassaden, eine gute Dämmung und eine möglichst effiziente oder natürliche Lüftung. Wo eine bauliche Anpassung nicht kurzfristig möglich ist, verschaffen Ventilatoren oder mobile Kühlgeräte spürbare Entlastung. Gleichzeitig gewinnt die Gestaltung der Außenflächen an Bedeutung: Bäume, Sonnensegel, Schirme oder Pergolakonstruktionen machen Terrassen und Wege auch bei 30 Grad und höher nutzbar und reduzieren UV-Belastungen sowohl für Gäste als auch für Mitarbeitende.
 

2. Wasser- & Ressourcenmanagement

Hitze verstärkt den Wasserverbrauch, insbesondere in Sanitärbereichen und Bewässerung. Wasserspararmaturen, regelmäßige Wartung, sensorgesteuerte Technik und der Einsatz von Regen- oder Grauwasser dort, wo es möglich ist, sichern die Versorgung und reduzieren Kosten. Eine auf Hitze und Trockenheit angepasste Bepflanzung senkt zusätzlich den Bewässerungsbedarf und stabilisiert Außenbereiche in langen Dürrephasen.

Infografik
Inspiration
Nächste Schritte

Ihre nächsten Schritte

Übertragen Sie die Impulse aus der Lernreihe auf Ihren eigenen Betrieb und vertiefen Sie jene Aspekte, die für Ihre Strukturen und Abläufe besonders relevant sind. So entsteht aus den vorgestellten Inhalten ein konkreter, betriebsbezogener Handlungsrahmen.

Ausblick:

Extremwetter & Starkregen: Wie Beherbergungsbetriebe & Gastronomie sicher bleiben – ein Thema, das unmittelbar mit Hitzebelastung verknüpft ist. Bleiben Sie dran!

Chatbot KLARA

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